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18.08.2016, 12:00 Uhr | K. Bertholdes-Sandrock
Niedersächsische Gedenkstättenarbeit fördern
Bertholdes-Sandrock fordert verstärkte Zusammenarbeit mit Yad Vashem

Für eine Stärkung der Gedenkstättenarbeit, die vor allem auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen stattfindet, und einen Ausbau der Zusammenarbeit mit Yad Vashem in Jerusalem, dem weltweit größten Forschungs- und Dokumentationszentrum zum Holocaust, plädiert CDU-Landtagsabgeordnete Karin Bertholdes-Sandrock diese Woche im Landtag. Die CDU-Abgeordnete hatte sich ein Jahr lang darum bemüht, dass alle vier Landtagsfraktionen zu einem gemeinsamen Antrag kommen und diesen einstimmig beschliessen.

Hannover -

Am Anfang stand im Juni 2015 der CDU-Antrag „Von Yad Vashem lernen – Gedenkstätten in Niedersachsen zukunftsfest aufstellen“, den die Christdemokraten unmittelbar nach ihrer Fraktionsreise nach Israel in den Landtag eingebracht hatten. Die Politiker waren damals besonders beeindruckt von Yad Vashem und der dort integrierten „International School for Holocaust Studies“, wo Austausch und Fortbildungen, vor allem für Lehrkräfte aus aller Welt zur Vermittlung des Holocaust stattfinden.

Den Christdemokraten war klar, dass immer weniger Zeitzeugen noch leben, dass für die jungen Menschen von heute die nationalsozialistische Vergangenheit endlos fern ist und dass auch die Medien, mit denen junge Menschen erreicht werden können, heute völlig neue sind. Damit seien auch neue Wege nötig geworden in der niedersächsischen Gedenkstättenarbeit, die sich um die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen bemüht und deren vielfältige Angebote gerade von Schulen genutzt werden.

Bertholdes-Sandrock hatte Yad Vashem im Juni dieses Jahres erneut besucht und methodisch interessante neue Formen der Erinnerungsarbeit kennengelernt, z. B. nicht nur die Opfer im Blick zu haben, sondern auch die Täter, Mittäter, Mitläufer, Zuschauer und Wegschauenden, die alle zusammen erst die Perfektion der Grausamkeit ermöglichten. „Beeindruckend war für mich auch die Betrachtung der einzelnen Schicksale Verfolgter, wo sich zeigt, wie jedes Individuum durch den Holocaust zerstört wurde, selbst wenn es überlebte“, so die Abgeordnete.

Sie plädierte für eine Stärkung der Erinnerungsarbeit, weil auch in der jungen Generation, nicht zuletzt bei einem Teil der Zugewanderten, antisemitische Vorurteile herrschen. „Diese abzubauen ist eine Herausforderung an uns alle. Das ist für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft genauso wichtig wie für die Zukunft der Völker und Staaten“, so Bertholdes-Sandrock.

Deshalb erkennen die Politiker aller Fraktionen die Leistungen der niedersächsischen Gedenkstätten an und wollen sie zukunftsfest aufstellen. So hatten die CDU-Politiker eine Verdreifachung der Mittel von 50.000 auf 150.000 Euro für Schülerfahrten zu den Gedenkstätten gefordert. Die Christdemokraten wollen, dass der Besuch von Gedenkstätten für Schüler ähnlich unproblematisch ist wie ein Landtagsbesuch in Hannover mit lediglich 2 Euro Eigenbeteiligung.
„Herausgekommen ist ein Kompromiss mit einer Verdopplung für 2017 und einer Verdreifachung für 2018, wobei die Gedenkstätten die Mittel auch für ihre eigene inhaltliche Weiterentwicklung verwenden können“, erläutert Bertholdes-Sandrock und freut sich über den fraktionsübergreifenden Beschluss.

 

 

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