Stellungnahmen/ Pressemitteilungen
06.04.2017, 12:00 Uhr | K. Bertholdes-Sandrock
Apotheken vor Ort sichern
Bertholdes-Sandrock fordert Verbot des Versandhandels von verschreibungspflichtigen Medikamenten

„Unsere Apotheken vor Ort sichern unsere Versorgung mit notwendigen Medikamenten - das muss auch so bleiben. Besonders im ländlichen Raum auch der Landkreise Lüchow-Dannenberg und Lüneburg sind die Apotheker sowieso von Nachwuchssorgen geplagt. Für Nachfolger sind die Einkommensmöglichkeiten – etwa infolge des Onlineversandhandels freiverkäuflicher Medikamente – häufig zu gering“, betont CDU-Landtagsabgeordnete Karin Bertholdes-Sandrock. Sie unterstützt deshalb mit ihren Landtagskollegen einen Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministers, der ein Verbot des Versandhandels von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ausdrücklich vorsieht. Hintergrund ist die Aufhebung der Preisbindung für ausländische EU-Versandapotheken durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH).

Lüchow -

„Ausländische Versandapotheken können ihren Kunden Preisnachlässe gewähren, weil sie viele Kosten nicht haben. Solche Verbilligungen kann der heimische Apotheker nicht bieten und hat damit einen klaren Wettbewerbsnachteil, der existenzbedrohend sein kann“, kritisiert die Abgeordnete. Unsere Apotheken erfüllen den gesetzlichen Auftrag, rund um die Uhr, auch nachts und an Feiertagen, die Bevölkerung in angemessener Entfernung mit Arzneimitteln zu versorgen, und das durch die garantierte ständige Präsenz eines ausgebildeten Apothekers. „Solche 24-Stunden-Notdienste können nur Apotheken vor Ort leisten“, so Bertholdes-Sandrock. „Hinzu kommt die fachliche Beratung, die die Behandlung des Arztes sinnvoll ergänzt und die beim Onlineanbieter in dieser Form entfällt. Und wie will eine Versand-Apotheke dem Auftrag nachkommen, die Bevölkerung in Krisenzeiten mit Medikamenten für mindestens eine Woche versorgen zu können?“.

Der Verkauf von verschreibungspflichtigen Medikamenten mache den Großteil des Apothekenumsatzes aus. Mittlerweile seien bei einigen Apotheken viele nicht-verschreibungspflichtige Medikamente gar nicht mehr im Sortiment, weil dieser Geschäftsbereich bereits zu einem großen Teil von den Versandhändlern abgedeckt werde. „Ein ausschließlich auf den Preis gerichteter Wettbewerb, der sich nicht um die Qualität der Versorgung kümmert, schadet unserem Gesundheitssystem und damit der Bevölkerung. Wir wollen mehr Planungssicherheit für unsere Präsenzapotheken und sind daher gegen den Versandhandel mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln“, so Bertholdes-Sandrock abschliessend. Der kurzfristige Vorteil eines günstigeren Medikaments werde langfristig teuer erkauft.

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