Stellungnahmen/ Pressemitteilungen
04.04.2017, 12:00 Uhr | K. Bertholdes-Sandrock
Geplante Reform der Sparkassenaufsicht unnötig
Bewährte Strukturen belassen

„Das ist ein Schlag gegen die bewährte Zusammenarbeit zwischen unseren Sparkassen und Kommunalpolitikern“, kommentiert CDU-Landtagsabgeordnete Karin Bertholdes-Sandrock Bestrebungen der Europäischen Zentralbank, die Qualifikationsanforderungen auch für Sparkassen-Aufseher deutlich verschärfen. „Wir wollen, dass auch in Zukunft diejenigen ein Auge auf unsere Sparkasse haben, die von den Bürgern gewählt worden sind“, so die Abgeordnete.

„Schliesslich gibt überhaupt keinen Grund, den teils seit Jahren engagierten Verwaltungsratsmitgliedern die Qualifikation für die Aufsicht abzusprechen“, betont die Abgeordnete. Denn schon jetzt gebe es klare Anforderungen, die auch überprüft werden und im Niedersächsischen Sparkassengesetz geregelt werden. So gebe es z. B. verbindliche Fortbildungsangebote. „Ohne Erfahrung und Sachkunde wird niemand in den Verwaltungsrat berufen“, so Bertholdes-Sandrock. Die niedersächsische CDU stehe zur lokalen Mitbestimmung bei den Sparkassen: „Nicht umsonst stehen stehen sie so gut da. Seit Jahrzehnten leisten unsere Kommunalpolitiker und die von ihnen entsandten Verwaltungsratsmitglieder hervorragende Arbeit bei der Aufsicht – und das soll auch weiterhin so sein“, stellt die Abgeordnete heraus.

Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, hat sich Bertholdes-Sandrock mit einem Schreiben an den CDU-Europaabgeordneten Burkhard Balz gewandt, der im zuständigen Wirtschafts- und Währungsausschuss der EU sitzt. „Ich bin guter Dinge, dass wir gemeinsam diese überflüssige Verschärfung der Anforderungen verhindern können“, so die Abgeordnete, für die die Forderung der EZB deutlich über das Ziel hinausschiesst: „Es ist grundsätzlich richtig, Fachleuten die Aufsicht über Bankgeschäfte zu überlassen. Hier werden jedoch die regional aufgestellten Sparkassen mit weltweit tätigen Großbanken gleichgesetzt“.

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