Anfragen an die Landesregierung
In welcher Höhe werden Qualifizierungsmaßnahmen für Frauen in der Landwirtschaft künftig finanziell gefördert werden? (27.09.2014)
In ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung in der Drucksache 17/1860 „Frauen in der Landwirtschaft“ des Abgeordneten Hermann Grupe führt die Landesregierung die bestehenden Qualifizierungskurse für Frauen in der Landwirtschaft auf. Nach eigener Angabe beabsichtigt sie, diese auch in der kommenden Förderperiode finanziell zu unterstützen.

Wir fragen die Landesregierung:

1. Welche Qualifizierungsmaßnahmen für Frauen in der Landwirtschaft werden in der kommen-den Förderperiode angeboten werden?

2. In welcher Höhe werden sie finanziell gefördert werden?

3. Sollen auch die angekündigten speziellen Vorbereitungskurse für Frauen auf die Abschlussprüfung Landwirtin nach dem Berufsbildungsgesetz (§ 45 Abs. 2 BBIG) finanziell gefördert werden?

Antwort Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz:


Zu 1 und 2:
Das zur Genehmigung bei der EU-Kommission eingereichte Programm zur Förderung der Entwicklung im ländlichen Raum für die Förderperiode 2014 bis 2020 sieht die Unterstützung von Maßnahmen der Berufsausbildung und des Erwerbs von Qualifikationen vor (Code 1.1). Im Rahmen dieser Qualifizierungsmaßnahme sind auch besondere Qualifizierungsangebote für die Zielgruppe LandFrauen und Frauen in der Landwirtschaft einzuordnen. Spezielle Bildungsangebote sollen die Chancen von Frauen im land-, gartenbau- oder forstwirtschaftlichen Betrieb fördern und Frauen in der Landwirtschaft und Frauen im ländlichen Raum einen Anreiz geben, neue Ideen und Konzepte zur Sicherung oder Erschließung von Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten und zur inte-grierten Entwicklung des ländlichen Raumes zu entwickeln und umzusetzen.
Das Programmgenehmigungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Die Qualifizierungsinhalte sind noch offen und sollen bei Qualifizierungsangeboten für Frauen in der Landwirtschaft u. a. unter Berücksichtigung der bisher angebotenen Themenbereiche (Vgl. Antwort Nr. 8 der Drucksache 17/1860) und Vorschlägen der Landeslandfrauenverbänden zu zukünftigen Qualifizierungsbedarfen festgelegt werden.
Die EU-Vorgaben sehen nach aktuellem Stand ein öffentliches Vergabeverfahren u.a. auch für die Maßnahmen der beruflichen Qualifizierung vor. Vor diesem Hintergrund ist die konkrete Benennung eines Mittelvolumens für die berufliche Qualifizierung von Frauen momentan nicht möglich. Denkbar wäre unter diesen Vorgaben die Bildung eines eigenen Loses für die Durchführung von Maßnahmen zur beruflichen Qualifizierung von LandFrauen und Frauen in der Landwirtschaft.

Zu 3:
Nach Artikel 14 der VO (EU) Nr. 1305/2013 (ELER) dürfen alle Maßnahmen der Berufsbildung und des Erwerbs von Qualifikationen gefördert werden, die nicht Teil normaler Ausbildungsprogramme oder -gänge im Sekundarbereich oder in höheren Bereichen sind. Die Förderung soll insbesondere Personen zugutekommen, die in der Landwirtschaft tätig sind. Spezielle Qualifizierungsmaßnah-men, um anschließend Abschlussprüfungen erfolgreich bestehen zu können, werden im Rahmen des ELER-Förderprogramms schon seit Jahren gefördert und sollen auch zukünftig unterstützt werden. Kurse, die für das Ablegen der Abschlussprüfung Landwirtin nach BBIG zwingend erforderlich sind, dürfen aus vorgenannten Gründen nicht aus der Qualifizierungsmaßnahme gefördert werden.


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