Anfragen an die Landesregierung
Wann ist ein Ringelschwanz intakt und unversehrt? (27.08.2014)
Der Tierschutz in Niedersachsen soll gefördert werden, indem Landwirte eine Prämie dafür bekommen, dass sie auf das Kupieren der Ringelschwänze bei Schweinen verzichten und die
Schweine gleichzeitig in einem gesunden und unversehrten Zustand die Schlachthöfe erreichen.
„Voraussetzung für die Teilnahme (an der Ringelschwanzprämie) ist der Verzicht auf das nichtkurative
Kürzen von Ringelschwänzen von Schweinen. Die Ringelschwanzprämie wird gewährt,
wenn während des einjährigen Verpflichtungszeitraums tatsächlich mindestens 70 % der Mastschweine einer beantragten Stalleinheit einen intakten und unversehrten Ringelschwanz aufweisen.
Die Auszahlung erfolgt an den Antragssteller, der die Schweine der Schlachtung zuführt und den
geforderten Erfolg nachweisen kann“, antwortet Minister Meyer auf die Kleine Anfrage zur mündlichen
Beantwortung in der Drucksache 17/1825 „Wo kommt die Ringelschwanzprämie an?“.
Die Interessensgemeinschaft deutscher Schweinehalter e. V. bemerkt in einem Bericht „Verzicht
auf das Schwanzbeißen bei Ferkeln in Schweden, der Schweiz, Norwegen und Finnland“, dass die
Bewertung der Unversehrtheit in Studien sehr stark variiere. So seien in den Angaben aus dem
Schlachthofbereich oftmals nur Schwanzverluste als solche eingestuft worden, wenn Schwänze
nahezu vollständig verloren gegangen sind. Bei Berücksichtigung der Teilverluste wären Verluste
laut Angaben einer Studie aus Schweden viermal so hoch wie angegeben. Unterschiedliche Interpretationen und Bewertungsansätze müssen vermieden werden, um zum einen Tierwohl zu sichern und zum anderen Betrug in Niedersachsen vorzubeugen.
Eine genaue Definition für einen intakten Ringelschwanz wird bislang weder in Erklärungen noch in
Antworten der Landesregierung auf Anfragen gegeben.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Landesregierung

1. Wie definiert die Landesregierung einen intakten und unversehrten Ringelschwanz?
2. Ab welchem Grad werden schon kleinere Nekrosen bereits als versehrt definiert?
3. Wie genau weist der Antragssteller „den geforderten Erfolg“ nach, von dem in der Antwort der
Landesregierung zu lesen ist?
4. Wer prüft mit welcher Methode, ob ein Ringelschwanz intakt und unversehrt ist?
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